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Ihre Haltung ist eines Ihrer Wunderwerkzeuge. Immer griffbereit und ungemein effektvoll, wenn sie ihrer „Betriebsanleitung“ entsprechend genutzt wird. Ihre Haltung spricht und wirkt. Sie spricht Ihre ganz persönliche Sprache in Ihrer ganz eigenen Ausdrucksweise mit Ihren „Vokabeln“. Je besser Sie sie wahrnehmen, desto mehr können Sie sie steuern und Ihre persönliche Wirkung erhöhen.

Natürlich gibt es verschiedene Formen von Schulungen der Körperhaltung, die meist auf ganz bestimmte Aspekte einer Haltung eingehen – besonders unter medizinischen und gesundheitlichen Aspekten. Gerade unsere Haltung wird weiterhin zunehmend an Bedeutung gewinnen, je weniger die Bedürfnisse des Körpers und der Persönlichkeit beachtet werden.

Unabhängig von physischen Gründen für Haltungsveränderungen, ist es sehr sinnvoll, die eigene Haltung bereits „von innen her“ überprüfen und positiv korrigierend auf sie einwirken zu können. Darin liegt Ihre Chance, ganz spezifisch Ihre Haltung nachhaltig mit entsprechenden, ganz auf Sie zugeschnittenen Trainings zu verändern. So dass deren Wirkung und Ihre persönliche Ausstrahlung für Sie selbst und andere überzeugend ist.

Der Luxus der „persönlichen“ Haltung

Ihre Haltung ist so einmalig wie Sie selbst. Sie entwickeln bestimmte Eigenarten Ihr ganzes Leben lang – vom ersten Augenblick an. Daraus ergibt sich, wie Sie sich halten, welches Ihre für Sie typischen Bewegungen sind und auch, was Sie damit über sich selbst aussagen.

Manche Aussagen wollen Sie vielleicht so nicht mehr äußern. Allein nur die Worte zu ändern und auf einen „neuen Text“ umzulernen, ist zu wenig. Ihre Haltung spricht und wirkt womöglich weiter in gewohnter Weise. Was manche im ersten Augenblick enttäuscht.

Viele Ihrer Werte, für die Sie stehen, und auch Ihre persönliche Einstellung können Sie bereits durch Ihre Haltung klarstellen. Lächelnd und ohne jede Konfrontation. Und sie umso leichter aktualisieren, je besser Sie deren Regeln und Abläufe kennen und respektieren.

Das ist ein großer Bonus, der in Ihnen bereits vorhanden ist!

Verändern im Körper gelingt durch Arbeit mit ihm

Gerade weil die Haltung sich so vielseitig zusammensetzt und so weiträumig auswirken kann, ist es im Körper wie nahezu überall: Erst verstehen, dann ändern. Verstehen heißt auch hier „zuhören“, in Ihrem Körper also auch ein „In-sich-hineinhorchen“. Wahrnehmen. Wirklich aufnehmen und realisieren, was Sie da genau an sich selbst wahrnehmen.

Das wird oft mit „interpretieren“, „meinen“ oder bestimmten, „altgewohnten Denkweisen“ verwechselt. Was die Enttäuschung am Anfang erklärt. Denn schnell ändert sich bei der Haltung von innen her gar nichts. Und in gewisser Weise ist das auch gut so. Denn Sie wollen Ihre Haltung ja auch nachhaltig und überzeugend gestalten.

Je konsequenter Sie das verstehen und es realisieren, desto mehr können Sie bewirken, dass auch Ihre Haltung spricht und wirkt wie Sie wirken und empfunden werden wollen. Wie andere Menschen darauf reagieren, kann dann für Sie wieder interessant sein und weitere Veränderungen auslösen. Ein laufender Prozess.

Die nette „Nebenwirkung“ ist: Es wird immer leichter, die Erfolge kommen immer schneller. Sie können Ihre Haltung zuverlässiger wahren und offener mit den Änderungen umgehen. Und Ihr Selbstbewusstsein steigt.

Der Beginn vorm Spiegel

Da wir uns ja nicht gleich mit den inneren Augen sehen, können wir uns selbst zunächst im Spiegel beobachten. Nicht nur um das Aussehen zu kontrollieren, sondern um erst einmal überhaupt bewusster wahrzunehmen, wie wir wirken – auf uns und auf andere.

Wie nehmen Sie sich wahr, wie wirken Sie auf sich selbst? Was empfinden Sie innerlich, wenn Sie sich quasi von außen zusehen? Können Sie wirklich zunächst nur beobachten, ohne sich gleich zu bewerten?

Bei der Selbstbeobachtung ist sehr wichtig, was auch im Umgang mit anderen entscheidend sein kann. Bleiben Sie auch sich selbst gegenüber fair und freundlich, wenn Sie sich ansehen. Und beobachten genau, wie Ihre Haltung spricht und wirkt und was Sie in Ihrem Inneren dabei wahrnehmen können. Sowohl an Emotionen, als auch an dem, was Sie an internen physischen Reaktionen bemerken. Wo Sie verspannt sind, wo sich etwas löst, wo Sie sich vielleicht beengt fühlen oder wann Sie freier durchatmen können.

Stellen Sie sich doch einmal selbst offene freundliche Fragen, die Sie dazu bringen, genauer hinzusehen, alle möglichen Antworten zuzulassen. Wie halte ich mich? Was gefällt mir an mir? Was möchte ich spontan ändern und warum? Wo bin ich angespannt? Was lasse ich locker? Wie stehe ich? Wie bewege ich mich, wenn ich ein bisschen hin und her gehe? Und wie sieht das aus, wenn ich mir bestimmte Situationen vorstelle?

Wie ein erstes „Date“

Es ist wie ein erstes Kennenlernen Ihrer Körperhaltung. Zunächst über die Ansicht, die Sie im Spiegel sehen. Scannen Sie in Ruhe, was Sie sehen. Wie Ihre Haltung spricht und wirkt. Lassen Sie die Urteils-Schubladen, in die Sie Ihre Beobachtungen vielleicht gern stopfen möchten, möglichst fest geschlossen.

Dann versuchen Sie bitte, sich eine einzige Veränderung zu überlegen, an die Sie sich als ersten Schritt ‚herantrauen‘. Warum nur eine einzige Aufgabe?

Vielleicht hilft es Ihnen, sich vorzustellen, dass Ihr Körper ja bereits viele Aufgaben hat und nicht gerade darauf wartet, dass Ihnen eine weitere einfällt, die er noch ausführen könnte.

Ihrem Gehirn geht das ähnlich. Es nutzt begreiflicherweise jede Gelegenheit, um sich gewohnter Bahnen zu bedienen, damit mehr Ressourcen für notwendige neue Aufgaben übrigbleiben. Bei der ständigen Überflutung heute eine Aufgabe, die Ihr Gehirn nicht ohne Ihre Mithilfe lösen kann.

Und auch bei einem ersten Date mit einem Menschen würden Sie wohl kaum gleich mit allen Optionen, die Sie sich insgesamt von ihm wünschen oder sich mit ihm überhaupt vorstellen könnten, herausrücken, wenn Sie nicht wollen, dass er fluchtartig das Treffen auf Nimmerwiedersehen verlässt.

Ihrem Körper geht es nicht anders

Nehmen wir an, von Ihnen verlangt jemand, dass Sie etwas ändern sollen. Und nennt auch gleich einen ganzen Änderungskatalog, den Sie umsetzen sollen und das möglichst gestern.

Wie geht es Ihnen persönlich dabei? Den meisten Antworten, die ich dazu hörte, war eins gemeinsam: „So schon mal gar nicht. Einiges vielleicht. Aber das ganze Konzept auf einmal umstülpen? Nein!“ Was unmittelbar an deren Haltung auch exakt so ohne Dolmetscher abzulesen war.

Ihr Körper muss für jede Änderung, die Ihnen so einfällt, viele kleine Parameter umstellen. Jede Bewegung besteht aus vielen Einzelteilen, die aber miteinander funktionieren müssen, und das auch nach Ihrer Änderung. Seine Antwort erhalten Sie durch das, was er Ihnen zeigt: Wie Ihre Haltung spricht und wirkt – auch auf Sie selbst. Sie können also an Ihrer Haltung auch das Feedback Ihres Körpers erkennen. Oder es lernen.

Daher brauchen Änderungen sowohl Zeit als auch wiederholte bahnende Impulse. Ihre Mithilfe ist Ihre Bereitschaft, sich auch selbst immer wieder zu überprüfen, nachzujustieren und erneute Überprüfungen unter einem anderem Aspekt, aus einer anderen Sicht an sich heranzulassen und auszuführen. Was ein wichtiger Schlüssel für Ihren Erfolg werden kann.

Ist Körperhaltung nicht einfach „da“?

„Warum muss ich so viel dafür tun?“ klagte ein Coachee einmal zu Beginn unserer Arbeit. „Ich dachte, Haltung ist eben da. Man hält sich doch grade, man steht doch aufrecht. Wieso muss ich mir so viel Gedanken darum machen?“

„Müssen Sie ja nicht“ antwortete ich ruhig.

Daraufhin sah er mich schief von der Seite her an. „Sie lassen mir also die Freiheit zu wählen. Warum habe ich dann bloß das Gefühl, dass mir da etwas durch die Lappen geht, wenn ich mich nicht mit meiner Haltung beschäftige? Wie machen Sie das?“

Seine trockene Selbstironie ließ mich lächeln. „Ich empfinde es so. Und Sie, bzw. Ihre Spiegelneurone spiegeln diese Empfindung in Ihnen ab, so dass Sie mit-empfinden können, welche Emotion mich bewegt. Hinzu kommt, dass ja bereits Ihre Haltung spricht und wirkt, als wären Sie gar nicht so überzeugt von Ihren Aussagen.

Er sah mich an und schwieg. Ich nahm wahr, wie er ins Abwägen kam, überlegte und zunehmend nachdenklicher und auch offener wurde.

Ich kann jeden verstehen, wenn er denkt: ‚Ich bin eben so. Meine Haltung ist eben automatisch so, da kann ich ja nichts dafür. Stimmung ist halt mal so und mal so, hängt ja auch von den Umständen ab.‘ Einstellung: „Da kann ich ja nichts machen!

Wer sonst?

Wenn Sie Ihre Haltung nicht einfach äußeren Einflüssen überlassen wollen, sondern sie selbst „in die Hand“ nehmen wollen – dann ist der direkteste Weg auch in diesem Fall der schnellste. Und sicher auch der sinnvollste. Der von Ihrer bewussten Wahrnehmung zu Ihrem Körper und zurück in Ihr Bewusstsein. Das nennt man auch einen Regelkreis. Ein für Korrekturen offener Kreislauf, der sich durch die ständig hinzukommenden positiven Verbesserungen spiralartig in die Höhe schraubt, da die Einflüsse ja positiv bahnend sind.

Ihre persönliche Haltung ist Ausdruck Ihrer Emotionen, Denkweisen, Überzeugungen, Ihrer inneren Werte, zu denen Sie wirklich stehen können und nicht einzuknicken bereit sind und vielem mehr. Und Ihre Haltung spricht und wirkt immer am überzeugendsten! Diese innere Haltung stützt und schützt Sie in schwierigen Situationen und erweist sich so als Ihr verlässlichster Partner. Vorausgesetzt, Sie haben vorher „in guten Zeiten“ eine verlässliche Zusammenarbeit mit Ihrem Körper aufgebaut!

Ihre innere Haltung ist also etwas ganz Wesentliches:

Sie ist wie eine „Wirbelsäule Ihrer Persönlichkeit“!

Ihre physische Wirbelsäule ermöglicht durch ihren knöchernen Aufbau und zusammen mit der sie umgebenden und auf sie einwirkenden Muskulatur, den Nerven mit ihren verschiedenen Qualitäten und Aufgaben, dem stützenden Bandapparat und den so vieles abfedernden Bandscheiben Ihre aufrechte Körperhaltung. Sie schützt zugleich Ihr Rückenmark und wichtige Nervenhauptleitungen.

Die Haltung Ihrer Persönlichkeit ermöglicht durch Nutzung all dieser physischen Strukturen, dass Sie auch Ihre innere Persönlichkeit aufrecht halten können. Und sich dadurch deutlich und erkennbar positionieren können. Und so bedeutend weniger Missverständnisse und überschießende reflektorische Reaktionen bei Ihren diversen Gegenüber auslösen.

Ihre persönliche Haltung ist immer dabei

Es kann sehr hilfreich sein, wenn Ihnen auch bewusst ist, dass Sie Ihre Haltung ja nicht nur „immer dabei haben“, sondern sie in den meisten Fällen natürlich auch immer sichtbar für andere ist! Ihre Haltung spricht und wirkt eben dauernd, auch dann, wenn Sie sie gerade nicht „auf dem Schirm“ haben.

Und genau darum ist das kurzfristige Eintrainieren einer bestimmten Haltung mit einer bestimmten Aussage so wenig erfolgreich. Denn was in dem Moment, auf den es Ihnen dann ja ankommt, so alles in Ihre Haltung einfließt, können Sie nur teilweise merken, wenn Sie sie engmaschig mit Ihrem inneren Wahrnehmungsradar abtasten. Das heißt, Ihren Vorsatz im Kopf behalten: „So will ich jetzt wirken!“ Und dann noch im entscheidenden Augenblick auch wirklich gut sein, nicht nur gut wirken?

Je wichtiger eine Situation, desto schwieriger wird das oft. Und ob die anderen Sie dann auch tatsächlich so sehen, halte ich gelinde gesagt, für eine hauchdünne Hoffnung.

Arbeit an Ihrer Haltung gibt viel zurück

Je mehr Sie jedoch an Ihrer Persönlichkeit wirklich arbeiten und Ihnen stets bewusst ist, wofür Sie stehen, desto leichter haben Sie es mit anderen Menschen.

Sie kennen Ihre Grenzen. Ihre Fähigkeiten. Wissen, wie Sie leben wollen. Wie Sie sein wollen.

Sie kennen Ihre wichtigste Sprache. Wissen, dass Ihre Haltung spricht und wirkt – zu jeder Zeit und mit jenen Inhalten, die Sie selbst fühlen, in sich wahrnehmen.

Sie wissen auch um das, was Sie anderen geben können: Zuhören, Interesse, Warmherzigkeit, Empathie.

Sie sind erkennbar, zuverlässig, erwecken Vertrauen.

Erfolg braucht Arbeit daran, um Erfolg zu sein

Sicher, das klingt nach Arbeit. Und das ist es auch. Aber diese Arbeit hat eine phänomenale Eigenschaft, die ich seit Jahren immer wieder mit vielen Menschen erlebe und die so viel Glück auslöst.

Noch während der ersten „Arbeitsschritte“ können Sie sich an Ihren ersten Erfolge freuen. Sie erhalten ja direkt Ihr Feedback von innen. Können sich schon etwas gestärkt und von innen her unterstützt fühlen. Mut fassen für schwierige Passagen, die es immer gibt.

Wichtig ist: Starten Sie nicht mit einem „Großprojekt“. Sondern mit einer gut überschaubaren, kleinen Aufgabe. Irgendetwas, was Sie jetzt erst einmal ändern möchten. Aber was nicht so ins Gewicht fällt, wenn es etwas länger dauert.

Haben Sie Geduld mit sich. Die hat Ihr Körper oft genug auch mit Ihnen.

Manchmal wollen wir zu sehr. Zu viel. Zu schnell. Hören Sie auf Ihr Feedback und nehmen Sie wahr, was Sie wirklich schaffen. Persönlichkeitstrainings gehörten bei den meisten Menschen nicht zur Schulbildung dazu. Leider.

Auch bei einer kleinen Änderung bauen Sie einen Regelkreis auf. Er besteht in groben Zügen aus immer ähnlichen Schritten: Wahrnehmen, was ist > Wissen, was Sie ändern wollen > erste Änderung einbauen > und dann ausführen, überprüfen mit allen Systemen, die Sie dafür einzusetzen lernen, nachjustieren, überprüfen, nachjustieren > bis Sie Ihre Änderung so wahrnehmen, wie Sie sein wollen.

Dann erst die nächsten Schritte. Die erfahrungsgemäß leichter werden, da Sie den Vorgang als solchen ja schon kennen.

Damit aus dieser so wichtigen Arbeit an Ihnen und für Sie selbst wirklich ein Vergnügen wird, unterstütze ich Sie gern bei den ersten Schritten, bis Sie selbst allein weiter wissen.

Melden Sie sich gern bei mir, wir finden einen Weg.